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Was ist der Unterschied zwischen offener und geschlossener Dachreling?

Kategorie: Dachreling
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Autor: Mersenne Minds
•
Veröffentlichungszeit: 14.09.2026
•
Lesezeit: 9 Minute
Was ist der Unterschied zwischen offener und geschlossener Dachreling?

Der Unterschied zwischen offener und geschlossener Dachreling liegt darin, ob zwischen Reling und Fahrzeugdach ein Spalt vorhanden ist. Bei der offenen Bauweise gibt es diesen Spalt, bei der geschlossenen Bauweise liegt die Reling direkt auf dem Dach auf.

Dieser Unterschied ist nicht nur optischer Natur. Er bestimmt direkt, welcher Dachträgerfuß auf dem Dach montiert werden kann.

Bei verschiedenen Modellen derselben Marke, teilweise sogar bei unterschiedlichen Ausstattungsvarianten desselben Modells, kann sich die Bauweise unterscheiden. Die Kompatibilität wird deshalb immer am Dach des jeweiligen Fahrzeugs geprüft.

Was bedeuten offene und geschlossene Dachreling?

Eine offene Dachreling ist eine Reling, die erhöht über dem Dachblech verläuft und darunter einen freien Spalt lässt. Eine geschlossene Dachreling liegt dagegen vollständig auf der Dachfläche auf und lässt darunter keinen Spalt.

Der Spalt ist der Freiraum zwischen der Unterseite der Reling und dem Dachblech. Er beträgt meist 2 bis 4 Zentimeter, sodass die Finger einer Hand hindurchpassen.

Die offene Bauweise wird in der Branche auch als aufliegende oder erhöhte Dachreling bezeichnet. Die geschlossene Bauweise ist auch unter den Begriffen integrierte oder anliegende Dachreling bekannt.

Der technische Grund für die Unterscheidung ist das Befestigungsprinzip. Bei der offenen Reling umgreift der Fuß die Reling von unten. Bei der geschlossenen Reling gibt es keinen solchen Spalt, deshalb muss sich der Fuß an einer Nut auf der Oberseite oder an der Seitenfläche der Reling festhalten.

Wie erkennt man, ob das Auto eine offene oder geschlossene Dachreling hat?

Ob die Dachreling offen oder geschlossen ist, lässt sich in wenigen Sekunden feststellen, indem Sie versuchen, die Finger unter die Reling zu schieben. Im Fahrzeugschein oder im Fahrzeugkatalog ist diese Angabe in der Regel nicht zu finden.

  1. Stellen Sie sich seitlich neben das Fahrzeug und betrachten Sie die Reling auf Augenhöhe.

  2. Versuchen Sie, die Finger unter den mittleren Teil der Reling zu schieben. Passen die Finger hindurch, handelt es sich um eine offene Dachreling.

  3. Passen die Finger nicht hindurch, betrachten Sie die Enden der Reling. Liegen die Enden geschlossen auf dem Dach auf, handelt es sich um eine geschlossene Dachreling.

Die Prüfung erfolgt am mittleren Teil der Reling. Bei manchen offenen Relings liegen die Enden auf dem Dach auf, sodass ein Blick nur auf die Enden zu einem falschen Ergebnis führen kann.

Fahrzeuge ganz ohne Dachreling gehören zu keiner dieser beiden Gruppen. Bei diesen Fahrzeugen wird das Transportsystem mit Füßen montiert, die sich am Türrahmen festhalten, oder über werkseitige Befestigungspunkte im Dachblech.

Welche Dachträger passen auf eine offene Dachreling?

Auf eine offene Dachreling passen Dachträger mit Klemmfüßen, die die Reling von unten umgreifen. Bei diesem System umschließt der Fuß die Reling U-förmig und wird von unten festgezogen.

Die Verbindung verteilt die Last auf die gesamte Reling. Da die Klemme die Reling rundum umschließt, ist die Tragfähigkeit meist höher als bei anderen Systemen.

Die Klemme lässt sich entlang der Reling verschieben. So kann der Abstand zwischen den Querträgern an die Maße der Ausrüstung angepasst werden, die darauf montiert wird. Für eine Dachbox eignet sich ein größerer, für einen Fahrradträger ein kleinerer Abstand.

Die für offene Dachrelings geeigneten Dachträger-Modelle unterscheiden sich in der Bauweise der Füße. Auch wenn die Klemmen gleich aussehen, variiert die Fußgröße je nach Fahrzeugmodell.

Die Klemme muss breit genug sein, um die Reling zu umschließen. Bei Nutzfahrzeugen mit dickem Relingprofil passt eine Klemme in Standardgröße unter Umständen nicht.

Welche Dachträger passen auf eine geschlossene Dachreling?

Auf eine geschlossene Dachreling passen Dachträger, die in einer Nut auf der Oberseite der Reling sitzen oder die Reling seitlich einklemmen. Ein Umgreifen von unten ist bei dieser Bauweise nicht möglich.

Dafür gibt es zwei Lösungen. Bei manchen Fahrzeugen befindet sich auf der Oberseite der Reling eine werkseitige Nut, in der der Fuß mit einer T-Nut-Schraube fixiert wird. Bei anderen Fahrzeugen klemmt der Fuß die Reling nach dem Schraubstockprinzip von beiden Seiten ein.

Bei Systemen mit Nut lässt sich der Fuß nur in dem Bereich bewegen, den die Nut zulässt. Der Abstand zwischen den Querträgern ist daher nicht so frei einstellbar wie bei der offenen Bauweise.

Geschlossene Systeme haben einen deutlichen Vorteil: Da die Füße niedrig bleiben, sitzen die Querträger näher am Dach. Das reduziert sowohl Windgeräusche als auch den Zuwachs an Fahrzeughöhe.

Passende Dachträger für diese Bauweise werden unter der Bezeichnung „integrierte Dachreling“ geführt. Ein Produkt, das für die falsche Dachform gewählt wurde, lässt sich auf einer geschlossenen Reling gar nicht montieren.

Was ist der Unterschied zwischen aufliegender und integrierter Dachreling?

Der Unterschied zwischen aufliegender und integrierter Dachreling ergibt sich aus der Position der Reling zum Dach und hat im Gebrauch drei konkrete Auswirkungen.

Merkmal

Aufliegende Dachreling

Integrierte Dachreling

Spalt zum Dach

2 bis 4 cm, Finger passen hindurch

Kein Spalt

Befestigung des Dachträgers

Klemme, die von unten umgreift

Fuß in der Nut oder seitliche Klemmung

Einstellung der Trägerposition

Frei entlang der Reling

Im Bereich, den die Nut zulässt

Zusätzliche Fahrzeughöhe

Höher

Geringer

Windgeräusche

Deutlich, durch Luft im Spalt

Geringer

 

Aufliegende Dachrelings finden sich meist bei Nutzfahrzeugen, Kombis und Geländewagen. Integrierte Dachrelings sind dagegen bei SUV- und Crossover-Modellen der letzten Jahre weit verbreitet.

Die Luft, die durch den Spalt strömt, kann bei Fahrzeugen mit aufliegender Reling ein deutliches Brummen verursachen. Dieses Geräusch ist auch ohne montierte Ausrüstung zu hören.

Wie wählt man die richtige Dachreling für die Dachform des Fahrzeugs?

Die richtige Dachreling wird ausgewählt, nachdem Marke, Modell, Baujahr und Radstand des Fahrzeugs geklärt sind. Diese vier Angaben lassen sich anhand des Fahrzeugscheins prüfen.

Der Radstand ist bei Nutzfahrzeugen ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal. Dasselbe Modell kann mit kurzem, mittlerem oder langem Radstand gebaut werden. Wird auf einer kurzen Karosserie eine lange Reling montiert, steht das Produkt hinten über.

Auch die Montageart hängt vom Fahrzeug ab. Die Montage erfolgt meist nach einer von drei Methoden: verschraubt, geklebt oder geklemmt. Bei Fahrzeugen mit werkseitigen Befestigungspunkten im Dachblech wird die Verschraubung bevorzugt.

Nachrüstbare Dachreling-Modelle werden fahrzeugspezifisch gefertigt. Deshalb gibt es selbst unter demselben Produktnamen Varianten für unterschiedliche Dachformen.

Die letzte Prüfung erfolgt über das Feld zur Dachform in der Produktbeschreibung. Dort stehen Angaben wie „Dach mit Befestigungspunkten“ oder „integrierte Dachreling“, die die Auswahl eindeutig machen.

Wie viel Last trägt eine nachgerüstete Dachreling?

Nachgerüstete Dachrelings tragen im Stand meist 200 bis 250 kg und während der Fahrt rund 75 kg. Der Unterschied zwischen den beiden Werten ergibt sich aus den dynamischen Kräften, die während der Fahrt entstehen.

Die für den Ford Courier gefertigte Dachreling Hawk ist beispielsweise mit 250 kg im Stand und 75 kg während der Fahrt angegeben. Das Produkt ist 210 cm lang und wird mit zwei Füßen per Schraubverbindung auf dem Dach montiert.

Diese Werte zeigen die Belastbarkeit des Produkts selbst. Die eigentliche Grenze ist immer die dynamische Dachlast, die in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs angegeben ist. Maßgeblich ist jeweils der kleinere der beiden Werte.

Dank des hohen statischen Werts kann beim Camping ein Dachzelt genutzt werden. Steht das Fahrzeug, lässt sich eine deutlich höhere Last auf dem Dach tragen.

Während der Fahrt zählt auch das Eigengewicht der Reling mit. Reling, Dachträger und transportierte Ausrüstung müssen zusammen unter dem dynamischen Grenzwert bleiben.

Die entscheidende Frage bei der Wahl einer Dachreling ist, ob sich unter der Reling ein Spalt befindet. Gibt es diesen Spalt, kommen Systeme zum Einsatz, die von unten umgreifen, andernfalls Systeme, die in einer Nut sitzen oder seitlich klemmen. Ist dieser Unterschied auf einen Blick erkannt, geht es bei der restlichen Auswahl nur noch um Maße und Tragfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen zur Dachreling (FAQ)

Muss eine Dachreling in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden?

Abnehmbare Dachrelings werden in der Regel nicht eingetragen, da sie das Fahrzeug nicht dauerhaft verändern. Bei Umbauten, die die Außenmaße des Fahrzeugs dauerhaft verändern, kann das anders sein. Im Zweifel sollten Sie sich bei der Zulassungsstelle oder einer Prüforganisation wie TÜV oder DEKRA informieren.

Kann eine Dachreling auf ein Auto mit Schiebedach montiert werden?

Ja, eine Dachreling lässt sich auch bei Fahrzeugen mit Schiebedach montieren. Die Reling wird nicht am Glas, sondern an den seitlichen Dachkanten oder den dortigen Befestigungspunkten angebracht. Öffnen Sie nach der Montage das Schiebedach vollständig, um zu prüfen, dass nichts berührt wird. Bei manchen Modellen mit Panoramaglasdach kann die zulässige Dachlast geringer sein.

Beeinflusst eine Dachreling den Kraftstoffverbrauch?

Eine Dachreling allein kann den Kraftstoffverbrauch um 1 bis 3 Prozent erhöhen. Mit Dachbox oder Trägern wird dieser Effekt deutlich größer. Bei aufliegenden Relings erhöht die Luft, die unter der Reling hindurchströmt, den Luftwiderstand etwas stärker. Bei Produkten mit aerodynamischem Profil bleibt der Effekt geringer.

Kann ein Dachträger auf ein Auto ohne Dachreling montiert werden?

Ja, auch bei Fahrzeugen ohne Dachreling lässt sich ein Dachträger montieren. Für diese Fahrzeuge gibt es Fußsysteme, die am Türrahmen befestigt werden. Die Füße sitzen auf der Metallkante oberhalb der Türdichtung und sind bei geschlossenen Türen nicht sichtbar. Bei Fahrzeugen mit werkseitigen Befestigungspunkten im Dachblech kommen verschraubte Systeme zum Einsatz.

Muss bei der Montage einer Dachreling gebohrt werden?

In den meisten Fällen ist keine Bohrung nötig. Die Verschraubung erfolgt an werkseitigen Befestigungspunkten im Dachblech, die meist mit einer Kunststoffkappe abgedeckt sind. Bei Klebe- und Klemmmontage wird am Fahrzeug überhaupt nichts verändert. Alle für die Montage benötigten Teile sind im Lieferumfang enthalten.

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